Akute Entzündung der oberen Atemwege

Bronchien, grippaler Infekt, Nasennebenhöhlenentzündung, Kehlkopfentzündung, Luftröhrenentzündung, Krupp, Entzündung des Kehldeckels

Akute Infektionen der oberen Atemwege

Unter dem Begriff obere Atemwege fassen wir die Teile des Atemsystems zusammen, die die Atemluft über die Bronchien in die Lunge leiten. Dazu zählen die Nasenhöhle und die Nasennebenhöhle, die Mundhöhle, der Rachen und die Luftröhre. Besonders in der kalten Jahreszeit können vornehmlich Viren akute Entzündungen der Atemwege auslösen. Da sich die Erkrankung durch eine Tröpfcheninfektion verbreitet, sind Menschen in größeren Ansammlungen gefährdet, also gerade Kinder in Kindergarten und Schule. Die häufigsten Infektionen sind der Erkältungsschnupfen, grippale Infekte, die Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), die Rachenentzündung (Pharyngitis), die Mandelentzündung (Tonsillitis), die Kehlkopfentzündung (Laryngitis), die Luftröhrenentzündung (Tracheitis), Krupp, Pseudokrupp und die Entzündung des Kehldeckels (Epiglottitis). In der Folge der viralen Infektion kann es auch zu einer so genannten Sekundärinfektion durch Bakterien kommen.

Wie erkennen wir Infektionen der oberen Atemwege / Symptome?

Wir erkennen die Erkrankung anhand der Symptome und der körperlichen Untersuchung. Vor allem müssen wir bei der Diagnose des grippalen Infekts ausschließen, daß es sich nicht um die wesentlich heftiger verlaufende Grippe (Influenza) handelt.

Symptome:

  • Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein
  • Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen
  • leichtes Fieber
  • die Nase sondert erst wässrig-klares Sekret ab, das nach und nach dickflüssig, bei einer bakteriellen Infektion grüngelb wird
  • angeschwollene Nasenschleimhäute
  • Druckgefühl in den Ohren
  • ggf. Husten

Wie behandeln wir Infektionen der oberen Atemwege?

Die meist harmlose Erkrankung klingt meist nach einer Woche ab. Der Organismus muss in dieser Zeit durch häufige Flüssigkeitsaufnahme (insbesondere von Tees) unterstützt werden. Vitaminreiche, ausgewogene Ernährung, körperliche Schonung und bewusste Hygiene (Händewaschen, um weitere Infektionen zu vermeiden) sind ebenfalls wichtig. Gegen die geschwollenen Nasenschleimhäute helfen Salzwasser-Sprays. Im Fall einer Sekundärinfektion mit Bakterien ist häufig eine Therapie mit Antibiotika nötig.

Wir behandeln ca. 80 schwerere Fälle der Infektionskrankheiten pro Jahr in unserer  Neuropädiatrie.