Akute Entzündung der unteren, kleinen Atemwege – Bronchiolitis

Bronchiolen, Grippevirus, Respiratorischen-Synzytial-Viren, Masernvirus, Nasenflügelatmung

Akute Entzündung der unteren, kleinen Atemwege – Bronchiolitis

An ihrem unteren Ende verzweigt sich die Luftröhre in den Lungenflügeln in kleinste Verästelungen- die Bronchiolen. Die Entzündung dieser zarten Struktur nennen wir in der Medizin Bronchiolitis. Sie betrifft hauptsächlich Säuglinge bis zum sechsten Lebensmonat. Ausgelöst wird die Krankheit in der Regel von Viren wie den verschiedenen Arten des Grippevirus oder den Viren von der Art der Respiratorischen-Synzytial-Viren, in seltenen Fällen auch vom dem Masernvirus. Die Infektion bewirkt, dass die Schleimhaut der Bronchiolen anschwillt, wodurch die Belüftung der Lungenbläschen stark erschwert wird. Neben der akuten Bronchiolitis tritt das Krankheitsbild, jedoch sehr selten, anhaltend auf. Nässe und Kälte begünstigen die Krankheit, die aus diesem Grund häufig in den Wintermonaten ausbricht. Frühgeborene, Kinder mit Herzerkrankungen oder mit einem geschwächten Immunsystem sowie Säuglinge aus Familien, in denen stark geraucht wird, haben ein deutlich erhöhtes Risiko an Bronchiolitis zu erkranken.

Symptome

Die wichtigsten Symptome sind Husten, Nasenflügelatmung, wobei die Nasenflügel beim Atmen aufgestellt werden, flache und beschleunigte Atmung, eine stark erhöhte Pulsfrequenz, Fieber deutlich über 38°. Säuglinge verweigern die Nahrungsaufnahme und drohen zu dehydrieren. Dazu sind die kleinen Patienten lethargisch und ständig müde.

Diagnose

Bereits beim Abhören nimmt der behandelnde Arzt ein typisches knisterndes Atemgeräusch war. Gegebenenfalls ist eine Röntgenthorax-Aufnahme notwendig.

Therapie

Im Fall einer Erkrankung ist Bettruhe und viel Trinken geboten. Steigt das Fieber stark an, sollten fiebersenkende Mittel gegeben werden. Außerdem kann die Befeuchtung der Raumluft einen positiven Effekt haben. Bei starken Atembeschwerden und Verweigerung der Nahrungsaufnahme ist das Kind im Krankenhaus am besten aufgehoben, da es häufig Sauerstoff benötigt, gegebenenfalls beatmet werden muss.

Wir behandeln jährlich über 40 Patienten aufgrund einer Bronchiolitis.