Angeborene Fehlbildung der Speiseröhre

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Angeborene Fehlbildung der Speiseröhre

Von einer angeborenen Fehlbildung der Speiseröhre sprechen wir, wenn die Speiseröhre nicht im Magen, sondern in der Luftröhre mündet oder aber die Speiseröhre so verengt ist, dass die Nahrung nicht passieren kann (Ösophagusatresie). Dem Phänomen liegt eine Entwicklungsstörung des Fötus zugrunde. Normalerweise trennt sich die Luft- von der Speiseröhre ab dem 26. Schwangerschaftstag. Bleibt diese Abtrennung aus, bildet sich eine Ösophagusatresie, von der es verschiedene Typen geben kann.

Symptome / Diagnose

Von der Fehlbildung betroffen sind Neugeborene, häufig Frühgeburten. Sie fallen durch starke Hustenattacken auf, bei denen sich Haut und Lippen blau färben können. Zudem fließen ihnen große Mengen Speichel aus dem Mund, der nicht geschluckt werden kann. Wenn diese Symptome auf eine Ösophagusatresie hinweisen, können wir das Phänomen mittels Sonde, Röntgenuntersuchung und Sonografie (Ultraschall) nachweisen. Häufig bekommen wir schon durch die vorgeburtliche Ultraschalluntersuchung Hinweise auf die fehlgebildete Speiseröhre.

Therapie

Eine Operation ist unumgänglich. Unser Vorgehen richten wir nach Art und Besonderheit der Fehlbildung aus. In den weitaus meisten Fällen müssen wir die Verbindung der Speiseröhre, des Magens, der Luftröhre und Lunge trennen und die getrennten Röhren verschließen. Stenosen (Verengungen) der Speiseröhre können wir per Ballon aufdehnen. Oftmals stehen mehrere Operationstermine an, beispielsweise, wenn wir die Speiseröhre verlängern müssen. Nach dem Eingriff steht eine längere Nachsorge an.