Angeborener Wasserkopf

erworbener Wasserkopf, Hydrocephalus, Liquor, Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit, Vergrößerung des Schädels, Spina bifida, Dandy-Walker-Syndrom

Angeborener Wasserkopf

Die Diagnose und Therapie des erworbenen Wasserkopfes (Hydrocephalus) haben wir hier ausführlich erläutert. Hiervon unterscheidet sich die Behandlung des angeborenen Wasserkopfes in keinem Punkt. Jedoch unterscheiden sich die Ursachen der beiden Formen des Hydrocephalus. Zur Erinnerung: Beim Wasserkopf staut sich der Liquor, die Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit, in den Ventrikeln, den Hohlräumen im Schädelinnern. Der Innendruck steigt, in der Folge wird der noch weiche Schädel mit den nicht geschlossenen Schädelnähten zur Übergröße aufgetrieben. Zu dem äußerlich sichtbaren Effekt, der Vergrößerung des Schädels, kommen neurologische Symptome wie Sehstörungen, Anfälle und Erbrechen.

Im Gegensatz zu den erworbenen Formen des Hydrocephalus (Verletzungen, Tumore, Hirnhautentzündung) sind hier embryonale Fehlentwicklungen oder genetische Defekte die Ursache. Der Wasserkopf ist eine Symptomatik unter mehreren bei verschiedenen Syndromen. Die offene Form der Spina bifida, die wir ebenfalls in unserem Befundlexikon beschreiben, tritt häufig gemeinsam mit dem Hydrochephalus auf. Dadurch, dass sich bestimmte Hirnteile krankheitsbedingt nach unten verlagern, verursacht dieser Prozess eine Zirkulationsstörung des Liquors.  Das Dandy-Walker-Syndrom geht ebenfalls mit der Ausbildung eines Wasserkopfes, aber auch mit Störungen der Koordination, mit kognitiven (geistigen) und anderen Störungen einher. Auch bestimmte seltene Fehlbildungen der Halswirbelsäule können einen Hydrochephalus auslösen.