Atemstillstand (Asphyxie) des Kindes während der Geburt

Atemstillstand, Asphyxie, mangelnde Sauerstoffversorgung, eingeschränkte Funktionsfähigkeit des Mutterkuchens, Einatmen des Kindspechs (Mekonium), Blockade der Atemwege, Einklemmen der Nabelschnur, Notfall, frühkindlicher Hirnschädigung, niedriger ph-Wert des Blutes, Atemwege absaugen

Atemstillstand (Asphyxie) des Kindes während der Geburt

Die Atemnot, der Atemstillstand (Asphyxie) ist eine der häufigsten Komplikationen unter der Geburt. Besonders Frühgeborene, deren Lungen noch nicht ausgereift sind, sind von dem Phänomen betroffen. Auch der Fetus im Mutterleib kann bereits unter mangelhafter Sauerstoffversorgung leiden, wenn die Versorgung über die Nabelvene unterbrochen ist. Verschiedene Ursachen sind für die Atemnot verantwortlich, u.a. eine eingeschränkte Funktionsfähigkeit des Mutterkuchens, das Einatmen des Kindspechs (Mekonium) oder andere Blockaden der Atemwege sowie das Einklemmen der Nabelschnur. Bei der Asphyxie handelt es sich immer um einen Notfall, bei dem sofortige Maßnahmen eingeleitet werden müssen.  Die meisten Todesfälle und ein großer Teil frühkindlicher Hirnschädigungen sind auf den akuten Sauerstoffmangel zurückzuführen.

Symptome

Wenn die Atmung nicht unmittelbar nach der Geburt (nach ca. 60 Sek.) einsetzt, sind in der Regel die folgenden Symptome zu beobachten: Das Neugeborene ist blass, die Lippen und Schleimhäute sind bläulich verfärbt, in vielen Fällen ist das Kind auch bewusstlos. Die Herzfrequenz ist stark erhöht, der Kreislauf bricht in schweren Fällen zusammen. Eine schlaffe Muskulatur und schwach ausgeprägte Reflexe sind weitere Anzeichen für eine Asphyxie.

Diagnostik

Da es sich um eine Notfallsituation handelt, muss eine rasche Diagnose gestellt werden. So geben die oben genannten Symptome bereits einen recht guten Aufschluss über den Zustand des Kindes. Da sich bei der akuten Atemnot saure Stoffe im Blut ansammeln, liefert eine Messung des pH-Wertes des Nabelschnurblutes wichtige diagnostische Anhaltspunkte. Je niedriger der pH-Wert, desto saurer ist das Blut.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Asphyxie und dem Zustand des Kindes. Ist beispielsweise das Einatmen des Kindspechs aus dem Fruchtwasser verantwortlich, werden die Atemwege abgesaugt. Ist der Zustand des Neugeborenen kritisch, ist die sofortige maschinelle Beatmung notwendig.