Knochenbruch des Beckens und der Wirbelsäule

Sportverletzung, Verkehrsunfallverletzung, innere Blutungen, isolierte Brüche, destabilisierende Brüche, instabile Brüche

Knochenbruch des Beckens und der Wirbelsäule

Frakturen des Beckens und der Wirbelsäule kommen bei Kindern vergleichsweise selten vor. Meist sind sie die Folge von Verkehrsunfällen. Dann können wir in der Regel noch andere, innere Verletzungen feststellen. Auch bei bestimmten Sportarten (z.B. Reiten) besteht eine größere Gefahr für diese Art von Brüchen. Problematisch beim Beckenbruch ist die Gefahr innerer Blutungen; beim instabilen Wirbelsäulenbruch kann das Rückenmark gefährdet sein, so dass Lähmungen drohen.

Brüche der Wirbelsäule

Die weitaus meisten Frakturen der Wirbelsäule sind stabil, dass Rückenmark ist nicht beteiligt, ebenso wenig wie die Bandscheibe. Von der Fraktur betroffen können der Wirbelkörper, der Quer- und der Dornfortsatz sein. Per Röntgen- oder CT-Aufnahme lokalisieren und diagnostizieren wir die Beschädigung genau. Ein Korsett kann die tragende Funktion der Wirbelsäule unterstützen. Außerdem ist – je nach Schwere der Verletzung – Bettruhe nötig. Auch hier entscheidet der Schweregrad der Fraktur über deren Dauer. Sind die betroffenen Wirbel instabil, z.B. bei einem Trümmerbruch, kommt nur eine Operation in Frage. Die Bruchstücke fügen wir mithilfe von Metallschrauben, -platten oder –drähten zusammen. Besonders wichtig: Mithilfe frühzeitiger Physiotherapie stimulieren wir den Muskelaufbau, damit der betroffene Abschnitt der Wirbelsäule entlastet wird.

Brüche des Beckens

Das Becken setzt sich aus verschiedenen Knochen (Darmbein, Schambein, Sitzbein) zusammen, die gemeinsam die Eingeweide tragen und für die Stabilität des Körpers sorgen. In einer kreisförmigen Struktur ordnen sich diese Knochen zum Beckenring. Wir unterscheiden drei Typen von Frakturen, die das Becken unterschiedlich destabilisieren. So genannte isolierte Brüche des Schambeins oder Sitzbeins sind, wenn auch schmerzhaft, oft harmlos. Destabilisierende Brüche des Beckenrings jedoch ziehen häufig innere Verletzungen mit gefährlichen Blutungen nach sich. Welcher Art die Verletzung ist, erfahren wir durch Röntgen- und Schichtaufnahmen. Die Therapie hängt von der Art der Brüche ab: Sind nur einzelne Knochen wie das Schambein betroffen, kommt der Patient meist ohne Operation aus. Bei einem instabilen Bruch des Beckenrings ist eine Operation in der Regel unumgänglich. Unser Vorgehen richtet sich nach Art und Schwere der Fraktur bzw. danach, ob innere Organe ebenfalls betroffen sind.