Knochenbruch des Nasenskeletts und Gesichtsschädels

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Knochenbruch des Nasenskeletts und Gesichtsschädels

Unfälle gehen häufig mit Verletzungen des Schädels und der Schädel- und Gesichtsknochen einher. Patienten mit Unfallverletzungen unterziehen wir einer intensiven Diagnostik. Hierbei stellen wir deren Ausmaß an den Weichteilen sowie eventuelle Knochenbrüche festgestellt. Dabei führen wir in der Regel eine Computertomographie durch. Stellen wir dabei Knochenbrüche fest, so ist häufig eine Operation notwendig. Wir richten die Knochen und verschrauben sie aneinander mit Metallplatten, damit eine ungestörte Heilung erfolgen kann (Mini- bzw. Mikroplattenosteosynthesen). Als Material für diese Platten hat sich Titan bewährt, da es sehr gewebeverträglich ist, keine Allergien hervorruft und sehr stabil ist.

Die Heilung eines Gesichtsknochenbruches dauert etwa 6 Wochen. In dieser Zeit sollte Ihr Kind keinen Sport machen und alles unterlassen, was zu Gewalt- oder Schlageinwirkung auf den operierten Knochen führen könnte.

Bruch des Nasenbeins

Häufigster Knochenbruch im Gesicht ist der Bruch des Nasenbeins. Meist wird die Verletzung von Nasenbluten begleitet, das wir zunächst mit einer Tamponade stillen müssen. Bei einer Verschiebung der Knochen wird eine Reposition notwendig, die meist in Vollnarkose durchgeführt wird. Ein Gipsverband sorgt für die nötige Stabilität; nach ca. zehn Tagen entfernen wir den Verband.

Brüche der Augenhöhle bzw. der Schädelbasis

Brüche z.B. der Augenhöhle können zu einer Einklemmung der Augenmuskeln und damit zu einer Behinderung der Augenbewegung führen. Hier müssen wir den Knochenbruch freilegen. Nach Reposition werden die Knochen dann mit Titanplatten fixiert. Geht der Knochenbruch zusätzlich durch die Schädelbasis, kann dies zu Ablaufen von Hirnwasser führen. Im Rahmen der Operation wird dann das Leck in der Schädelbasis abgedichtet. Man benutzt hier meist Stücke von Muskelhaut, die z.B. aus der Region hinter dem Ohr gewonnen werden können.