Knochenbrüche der oberen Extremität (Schulter/Arm/Hand)

offene Brüche, geschlossene Brüche, Schwellung, Bluterguss, Osteosynthese, Gipsverband

Knochenbrüche der oberen Extremität (Schulter/Arm/Hand)

Knochenbrüche sind bei Kindern häufig vorkommende Verletzungen: Unfälle beim Spielen, durch Stürze, im Straßenverkehr oder beim Sportunterricht führen regelmäßig zu Frakturen der Schulter, des Arms oder der Hand bzw. des Schlüsselbeins. Allerdings verfügen gesunde Kinder durch die erhöhte Zellteilungsrate über gute „Heilkräfte“. Einer Faustregel zufolge benötigen Brüche der oberen Extremitäten ca. bei Kindern ca. drei Wochen um auszuheilen. Die Versorgung des Bruches hängt von verschiedenen Faktoren ab: Der Art des Bruchs (offen / geschlossen), die Lage und Beweglichkeit der Extremität, die Abwinkelung des Knochens von der Bruchstelle und andere mehr. Eltern können, bis zur professionellen medizinischen Versorgung Erste Hilfe leisten: Den betroffenen Arm / die Hand ggf. mit einem Dreieckstuch ruhigstellen und wenn möglich nicht bewegen. Die Fraktur darf niemals von einem medizinischen Laien wieder eingerenkt werden. Offene Brüche müssen mit sterilen Tüchern oder Mullbinden abgedeckt werden, da ansonsten Infektionsgefahr droht. Ein geschlossener Bruch sollte gekühlt werden.

Symptome

Kinder, bei denen der Verdacht auf einen Knochenbruch besteht, leiden an der betroffenen Stelle unter starken Schmerzen. Ist der Arm oder die Hand betroffenen, kann die Extremität kaum oder gar nicht bewegt werden. Das Kind nimmt eine Schonhaltung ein. Bei geschlossenen Brüchen zeigt sich eine Schwellung bzw. ein Bluterguss, bei einem offenen Bruch tritt der Knochen durch eine Wunde aus.

Diagnose

Neben der klinischen Beurteilung der Fraktur ist die Röntgenuntersuchung eine sichere Methode den Bruch zu diagnostizieren. In komplizierten Fällen kann eine Schichtuntersuchung per CT angezeigt sein.

Therapie

Die Behandlung hängt in erster Linie von Art und Lage des Bruchs ab. Ob die Behandlung konservativ (ohne Eingriff) oder mit Operation therapiert wird, ist eine weitere Frage. Immer jedoch müssen wir den Knochen in die anatomisch korrekte Lage zurückversetzen (Reposition). Dies geschieht unter Betäubung. Die Osteosynthese (Zusammenführung und dauerhafte Verbindung der Knochenstücke) sowie die Frage, ob wir spezielle Nägel, Drähte oder Platten verwenden, entscheiden wir individuell, wie auch die Frage, ob wir einen Gipsverband, einen Verband oder eine andere Möglichkeit zur Ruhigstellung der betroffenen Extremität anwenden. Das Metall muss nach einigen Monaten wieder entnommen werden.