Krankheit bzw. Veränderung der knöchernen Augenhöhle

Orbita, Entzündungen der Augenhöhle, Orbitaphlegmone, Exophthalmus, Enopthalmus

Krankheit bzw. Veränderung der knöchernen Augenhöhle

Die Augenhöhle (Orbita) ist eine von sieben Knochen gebildete, beim Erwachsenen ca. fünf Zentimeter tiefe Grube, die das Auge aufnimmt und schützt. Außer dem Augapfel beherbergt die Höhle die Augenmuskeln, das Bindegewebe und den Tränenapparat. Mehrere Öffnungen dienen als Durchlass für Blutgefäße, Nerven und die Tränengänge. Erkrankungen der Orbita kommen eher selten vor; meist sind sie die Folge von Verletzungen etwa durch Unfälle. Hier haben wir für Sie zwei wichtige Befunde zusammengestellt:

Entzündungen der Augenhöhle sind meist die Folge von Nasennebenhöhlenvereiterungen, aber auch von Verletzungen, die sich durch eingedrungene Fremdkörper entzünden. Die Orbitainfektionen sind generell gefährlich und müssen auf jeden Fall medizinisch versorgt werden. Besonders die Orbitaphlegmone ist eine bei Kindern zwar seltene, aber besonders problematische Erkrankung. Dabei hat sich die Entzündung auf den gesamten Inhalt der Orbita ausgedehnt. Eine weitere Komplikation einer Entzündung kann ein Abszess sein, also eine abgekapselte Eiteransammlung.

Die Symptome der Entzündung sind unter anderem starke Schmerzen, eine Bewegungseinschränkung des betroffenen Auges,  Hervorquellen des Augapfels (Exophthalmus), Rötungen und Fieber. Mit Hilfe bildgebender Verfahren (Magnetresonanztomografie, Computertomografie) können wir den Entzündungsherd lokalisieren. Außer der Bekämpfung der ursächlichen Erkrankung ist eine Antibiotikatherapie unumgänglich.

Deformationen der Augenhöhle werden in der Regel von Verletzungen durch Verkehrsunfälle / Stürze, Tumoren oder Knochenerkrankungen verursacht.  Liegt aufgrund einer dieser Befunde der Augapfel zu tief in der Höhle, sprechen wir von Enopthalmus, beim Gegenteil, dem Exopthalmus tritt das Auge aufgrund einer Schwellung oder Blutung aus seiner Höhle. Nach der Diagnose mittels Bildgebender Verfahren (CT, Röntgen) beseitigen wir meist mittels einer Operation die Ursache der Deformation.