Ohnmachtsanfall bzw. Kollaps

Bewußtlosigkeit, Synkope, Minderdurchblutung des Gehirns

Ohnmachten (Synkopen)

Ohnmachtsanfälle (kurze Bewusstlosigkeit, Synkopen, Kollaps) haben in der Regel eine Minderdurchblutung des Gehirns als Ursache. Wir unterscheiden verschiedene Arten von Synkopen: vom Nervensystem (neurale), Kreislauf (orthostatische), Herzen (kardiogene) oder von der Hirndurchblutung (cerebro-vaskuläre) ausgehend. 

Diagnostik

Da Ohnmachtsanfälle diese unterschiedlichen Gründe haben können, suchen wir mit einem breit gefächerten diagnostischen Instrumentarium nach den Ursachen. Dazu zählen eine gründliche Anamnese (Betrachtung der Krankengeschichte bzw. Vorerkrankung), Abklärung der begleitenden Umstände der Synkope und die körperliche Untersuchung. Weiterhin messen wir den Blutdruck und die Hirnströme (EEG), führen ggf. Ruhe-, Belastungs- und Langzeit-EKG durch. Eine Sonographie (Ultraschalluntersuchung) des Herzens und der Halsschlagader gehören zu den Bildgebenden Verfahren, ebenso wie Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT). Mit der Kipptischuntersuchung verändern wir die Lage des Patienten und können so eine mangelhafte Anpassung des Blutdrucks an eine Lageänderung abklären. Die weitaus meisten Kinder und Jugendliche, die an Synkopen leiden, sind ansonsten gesund. Um so wichtiger ist es Schädigungen beispielsweise des Herzens oder eine krankhafte Veränderung der Hirngefäße auszuschließen.

Therapie

Liegt keine organische Ursache zugrunde, können die Ohnmachtsanfälle mit Wechselduschen oder regelmäßigem Ausdauersport gut in den Griff gebracht werden. Liegt beispielsweise eine Schädigung des Herzens zugrunde, kommen verschiedene Verfahren der Kinderkardiologie in Frage (Schrittmacherimplantation, Operation).

Über 30 Fälle behandeln wir pro Jahr in unserer Neuropädiatrie.