Störung bei Kindern, die mit einem Mangel an Ausdauer und einer überschießenden Aktivität einhergeht (ADHS)

ADHS, Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsdefizit

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)

Die Abkürzung ADHS steht für einen Symptomkomplex, d.h. das mehrere Symptome gemeinsam auftreten können. Im Fall von ADHS sind das in der Regel: Störung der Konzentration und der Aufmerksamkeitsfähigkeit, Störung der Impulskontrolle, starke Unruhe sowie Hyperaktivität. Zu diesen Oberbegriffen lassen sich eine Reihe von Phänomenen zuordnen: Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, rasches Ermüden, dauerhafte innere Unruhe, Stimmungsschwankungen, gesteigerter Bewegungsdrang, Ungeduld und niedrige Frustrationstoleranz. Die einzelnen Faktoren können mehr oder weniger ausgeprägt sein, folgerichtig bilden sich Typen heraus, bei denen entweder die Hyperaktivität oder das Aufmerksamkeitsdefizit in den Vordergrund tritt. Bei einem Teil der behandelten Kinder und Jugendliche bilden sich die genannten Symptome auch gleich stark aus.

Nach dem heutigen Stand der Forschung gehen wir davon aus, dass die ADHS multiple, also biologische, soziale und psychische Ursachen hat. Auch Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen, Nikotin- und Alkoholmissbrauch während der Schwangerschaft werden als mögliche Ursachen diskutiert.

Wie erkennen wir ADHS?

Entsprechend seiner Komplexität ist die Diagnose von ADHS schwierig und langwierig. Eine Reihe von Tests ist nötig, auch, um andere Syndrome / Erkrankungen auszuschließen. Zu den diagnostischen Instrumenten zählen die Beobachtung des kindlichen Verhaltens, die Sichtung des Umfeldes, eingehende Gespräche mit den Eltern / Erziehern, Konzentrations- und sonstige Testverfahren sowie neurologische Untersuchungen.

Wie kann ADHS behandelt werden?

Die Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ruht auf mehreren Säulen. In vielen Fällen ist eine medikamentöse Behandlung angezeigt. Zum therapeutischen Spektrum gehören aber auch die Beratung / Begleitung der Eltern sowie psycho- und verhaltenstherapeutische Maßnahmen des Kindes. Auch eine Familientherapie kann ein wirksames Mittel sein.
Besonders wichtig ist für uns, nach einer eingehenden Diagnostik eine auf das jeweilige Kind / den Jugendlichen individuell zugeschnittene Behandlung anzubieten. So werden wir der außerordentlichen Komplexität der ADHS gerecht.