Störung des Gefühlslebens bei Kindern

Emotionale Störungen, Angst, Phobie

Emotionale Störungen

Mit dem Begriff „emotionale Störungen“ fassen wir eine ganze Gruppe von Störungen zusammen. Der zentrale Begriff, der die einzelnen Phänomene eint, lautet Angst vor einer Situation oder einem Gegenstand, der im allgemeinen Verständnis harmlos ist. Dazu zählt beispielsweise Trennungsangst,  Angst vor Fremden, Hunden, Gewittern oder bestimmten Situationen des menschlichen Zusammenlebens. Wichtig ist, dass die Angst deutlich ausgeprägter ist und länger anhält, als es bei Kindern der jeweiligen Entwicklungsstufe normal ist. So kann der Schulbesuch Kindern mit bestimmten sozialen Phobien unmöglich sein. Eine besondere Ausprägung bei Kindern sind emotionale Störungen mit ausgeprägter Geschwisterrivalität.

Wie erkennen wir emotionale Störungen?

Wie bereits beschrieben gilt es, entwicklungsgemäße Ängste, die jedes Kind eines bestimmten Alters betreffen, von ausgeprägten Störungen zu unterscheiden. Dazu dient uns die eingehende Beschäftigung mit dem jeweiligen Patienten, mit seinem Entwicklungsstand und seinem Umfeld. Dabei sind eine ganze Reihe von Symptomen zu beachten (bei Trennung): somatische (körperliche) Beschwerden, übermäßiges Schreien, Wutausbrüche, Anklammern bei der Trennung von Bezugspersonen, Alpträume, (phobische Störungen), Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Atembeschwerden sowie Beklemmungs- und Schwindelgefühle, Weinen, Schreien, Fortlaufen oder Anklammern bei der Konfrontation mit dem angstbesetzten Objekt, (sozialer Ängstlichkeit) Befangenheit, Verlegenheit oder übertriebene Sorge im Verhalten Fremden gegenüber, Reduktion sozialer Beziehungen einschließlich zu Gleichaltrigen, (Geschwisterrivalität), übermäßiges Konkurrieren mit dem jüngeren Geschwister um Zuneigung, Feindseligkeit und körperlichen Aggressionen den Geschwistern gegenüber, Regression, oft mit dem Verlust psychophysiologischer Fertigkeiten wie z. B. Blasen- und Darmkontrolle, Einschlafstörungen, Wutausbrüche.

Wie behandeln wir emotionale Störungen?

Die Vielfalt und Komplexität der verschiedenen beschriebenen Störungen machen es unmöglich, auf eng begrenztem Raum erschöpfende Informationen zur Therapie zu formulieren. Wir gestalten jede Therapie individuell; zu den Methoden gehören beispielsweise Psycho- und Traumatherapie, Verhaltenstherapie, Familientherapie und medikamentöse Behandlungsformen.