Verrenkung, Verstauchung oder Zerrung von Gelenken bzw. Bändern des Halses

Schiefhals, schmerzhafte Muskelverspannung, Halswirbelgelenke

Verrenkung, Verstauchung oder Zerrung von Gelenken bzw. Bändern des Halses

Während Wirbelfrakturen im Kindesalter eine Seltenheit darstellen, kommen Verrenkungen mit schmerzhaftem so genannten „Schiefhals“ sehr häufig vor. Sie betreffen fast ausschließlich die obere, seltener die untere Halswirbelsäule. Ursache für das Phänomen können Stürze auf Kopf und Schultern- oft schon einige Zeit zurückliegend – sein, manchmal entsteht er aber auch nach einem langen Gähnen, Lachen oder einer ungeschickten Bewegung.

Welche Symptome weisen die Patienten auf?

Unsere Patienten kommen mit einem zur Seite nach unten geneigtem Kopf, der dabei zur Gegenseite gedreht ist. Auf der gestreckten Seite sind die Muskeln dabei stark schmerzhaft verspannt. Der Versuch, den Hals spontan zu strecken, ist äußerst schmerzhaft.

Wie diagnostizieren wir die Verletzungen?

Liegt kein eindeutiges Trauma vor, und leidet das Kind zum ersten Mal am Schiefhals, ist keine Röntgenaufnahme erforderlich. Wir stellen die Diagnose klinisch, d.h. durch Inaugenscheinnahme und eine Tastuntersuchung. Bei einem vorangegangenen Trauma, wiederholtem Auftreten oder einem Andauern des Schiefhalses über fünf Tage fertigen wir eine Röntgenaufnahme der Halswirbelsäule an. Dabei schließen wir Knochenbrüche der Halswirbel, Instabilitäten oder Wirbelmissbildungen aus. 

Wie behandeln wir die Verletzung, wie sieht die Nachbehandlung aus?

Ziel der Therapie ist zunächst, keine weiteren Schmerzen – auch durch die Untersuchung – zu verursachen. Daher geben wir zuerst ein Schmerzmittel, durch das auch der Bereich der blockierten Wirbelgelenke abschwillt. Die Patienten empfinden einen warmen Halswickel als schmerzlindernd. In hartnäckigen Fällen sollte das Kind eine Zeit lang einen Schaumstoffkragen tragen. Bei älteren Patienten im Jugendlichenalter kann ein geübter Kliniker den Schiefhals mit gezielten manuellen Handgriffen beheben.

Meist sind die Beschwerden nach 3-4 Tagen völlig verschwunden und wir können die Behandlung ohne Nachkontrolle abschließen.