Vorübergehende Störung des Zuckerstoffwechsels, die insbesondere beim ungeborenen Kind und beim Neugeborenen typisch ist

Hypoglykämie beim Neugeborenen, Unterzuckerung, Unterversorgung mit Glucose

Vorübergehende Störung des Zuckerstoffwechsels, die insbesondere beim ungeborenen Kind und beim Neugeborenen typisch ist

Bereits der Titel deutet an, dass manche Unregelmäßigkeiten im Funktionieren des kindlichen Organismus nach der Geburt ganz normalen Vorgängen entspringen und keine Gefahr darstellen (siehe auch Gelbsucht des Neugeborenen). Trotzdem gibt es unter diesen Störungen solche, die behandelt werden sollten und in extremen Fällen auch müssen. Dazu zählt die Unterzuckerung des Neugeborenen, medizinisch Hypoglykämie genannt. Verschiedene Faktoren können eine solche Unterversorgung des Babys mit Glukose auslösen. Ein schlecht eingestellter Diabetes der Mutter bewirkt beispielsweise, dass das Kind zuviel Insulin produziert und den Blutzucker zu schnell abbaut. Dazu können bestimmte Stoffwechselstörungen des Kindes kommen, auch eine Unterkühlung (Hypothermie) sowie erhöhter Sauerstoffbedarf unter der Geburt und andere Faktoren können die Unterzuckerung bewirken.

Von den reifen Neugeborenen sind unter vier Prozent, von den Frühgeborenen hingegen bis zu zehn Prozent betroffen.

Symptome

Unspezifische Symptome – also Krankheitszeichen, die für mehrere verschiedene Erkrankungen stehen könnten –  können unter anderen sein: Starkes Zittern, Lethargie, schrilles Schreien, Atemstillstand, schwacher Muskeltonus (fehlende Muskelspannung). Viele Säuglinge zeigen hingegen gar keine Symptome.

Diagnose

Der Blutzuckerspiegel beispielsweise von Kindern zuckerkranker Mütter sollte nach der Geburt routine- und regelmäßig untersucht werden.

Therapie

Zusätzlich zur normalen Fütterung kann eine Glucoseinfusion sinnvoll sein. Die Gabe zusätzlicher Glucose machen wir individuell von Grad und Schwere der Hypoglykämie abhängig, ebenso vom Allgemeinzustand des Säuglings

Auf der Bult behandeln wir jährlich über 50 Fälle mit Hypoglykämie.